Schmelter LED-Zeichenerklärungen

LED-Leuchten – was bedeuten welche Zeichen?

In diesem Bereich möchten wir Ihnen die oft sehr verwirrenden Zeichen und Angaben die Sie bei Leuchten und Leuchtmittel-Verwendung finden (müssen) etwas näher bringen. Wenn Sie hierzu weitere Anmerkungen haben senden Sie diese bitte an: js[at]led-schmelter.de.

Die Listen und Beschreibungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Für den sicheren und auch störungsfreien Betrieb werden diverse Eigenschaften auf einer Leuchte ausgewiesen. Diese Zeichen sind zwingend anzubringen so das bestimmte Eigenschaften zugesichert werden. So kann der Anwender für jeden speziellen Fall feststellen, ob die gewünschte Leuchte geeignet ist.

Z. B. der Schutz gegen Feuchtigkeit:

In trockenen Innenräumen müssen die Leuchten nicht gegen das Eindringen von Feuchtigkeit geschützt sein, im Produktionsbereich mit hohem Schmutzaufkommen und bei der Außenbeleuchtung ist dieser Schutz unbedingt notwendig.

Zu den wichtigen elektrotechnischen Eigenschaften zählen:


Schutz gegen zu hohe Berührungsspannung:

Dafür wurden drei Schutzklassen definiert.

Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern & Feuchtigkeit:

Dafür wurden 14 Schutzarten festgelegt.

Die elektromagnetische Verträglichkeit

(EMV) ist heute Teil der CE.

Der Brandschutz

ist im Bereich Schutzklassen zu finden.

Die Ballwurfsicherheit:

In Sporthallen dürfen Bälle, die mit Wucht auf Leuchten treffen, diese nicht so beschädigen, dass Leuchtenteile herabfallen. Bei der normgerechten Prüfung muss die Leuchte 36 Schüssen mit einem Handball aus drei Richtungen standhalten. Die Aufprallgeschwindigkeit beträgt dabei maximal 60 Stundenkilometer.

Die IK Klassifizierungen finden Sie weiter unten.



Schutzklassen

Bau- und Betriebsart bestimmen die Schutzklasse von Leuchten. Den Umfang der Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag beschreiben drei Schutzklassen:

Zeichen

Bedeutung

Zeichenerklärungen – Schutzklasse I Schutzklasse I:
Leuchten für den Anschluss an den netzseitigen Schutzleiter. Das Symbol ist an der Anschlussstelle angebracht.
Schutzklasse II Schutzklasse II:
Leuchten mit einer zusätzlichen oder verstärkten Isolierung. Sie haben keinen Schutzleiteranschluss. Alle spannungsführenden Teile sind mindestens doppelt isoliert. (Diese Leuchten sind mit einem Transformator fest verbunden oder ohne Transformator.)
Schutzklasse III Schutzklasse III:
Leuchten für den Betrieb mit Schutzkleinspannung. Die elektrische Sicherheit wird durch den Transformator gewährleistet. Einen Schutzleiteranschluss darf es auch hier nicht geben. Die elektrischen Leitungen hinter dem Transformator sind einfach isoliert. (Der Artikel wird mit einem Stecker an einen Transformator angeschlossen.)
CE-Zeichen CE-Zeichen (Konformitätszeichen der EG):
Das CE-Zeichen ist kein Sicherheitszeichen, es dokumentiert ausschließlich die Übereinstimmung mit den Richtlinien der Europäischen Union. Das CE-Zeichen ist ein Verwaltungszeichen und wird von Importeuren/Herstellern in Eigenverantwortung angebracht. Ein Artikel mit einem CE-Kennzeichen muss von keiner anerkannten Prüfstelle getestet worden sein.
GS-Zeichen GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit):
GS-Zeichen können auch von den TÜV´s, SGS, LGA oder anderen akkreditierten Büros/Instituten vergeben werden.
F-Zeichen alt und neu F-Zeichen mit Kreuz (gütig bis 12.04.2012):
Diese Leuchten dürfen NICHT auf normal entflammbaren Baustoffen betrieben/angebracht werden, z. B. an einer Holzdecke. Anleitung beachten. Seit dem 24.04.2012 muss das neue Zeichen bzw. ein Warntext aufgebracht sein.
F-Zeichen Geeignet zur direkten Montage auf normal entflammbaren Baustoffen. Dieses Zeichen ist heute nicht mehr erforderlich, wird aber oft noch an Leuchten angebracht. Das F-Zeichen ist ab dem 12.04.2012 nicht mehr anzubringen. Montageflächen von Leuchten dürfen nicht zu heiß werden.
Zeichen: Transformator Transformator eigensicher (mit Sicherung und Thermoschutz)
ENEC ENEC mit Nummerncode:
Dies ist das europäische Sicherheitszeichen. Dieses Zeichen kann von ca. 16 europäischen Prüfstellen vergeben werden. Es entspricht dem VDE-Zeichen. Die angehängte Zahl zeigt an, welche Prüfstelle dieses Zeichen vergeben hat. Der Vertrieb mit dem ENEC-Zeichen ist im europäischen Ausland ohne weitere Prüfungen möglich.
Zeichen: links=alt, rechts=neualtes Zeichen/neues Zeichen Indoor Haus:
Nur für innen. Geräte mit diesem Zeichen dürfen nur im Haus betrieben (trockene Umgebung) werden.
Hinweis Lichtquellen Lampen (LED):
können nicht vom Endverbraucher getauscht werden. Hinweis für Lichtquellen (Lampen), die nicht dafür vorgesehen sind, von Anwender ersetzt zu werden.
Schutzzeichen: Nicht in Lichtquelle gucken Schutzzeichen, nicht in die Lichtquelle blicken Kennzeichnung von ortsveränderlichen LED- u. Handleuchten der Risikogruppe 1./2. bedeutet: "Nicht in die Lichtquelle blicken“.



Schutzarten bei Leuchten

Die Schutzart einer Leuchte gibt an, ob sie sich für die gewünschte Lichtanwendung auch tatsächlich eignet und sicher betrieben werden kann.
Ein Beispiel: In trockenen Innenräumen müssen Leuchten nicht vor Feuchtigkeit geschützt sein, im Badezimmer oder bei der Außenbeleuchtung ist dieser Schutz aber zwingend notwendig.

Prinzipiell müssen Leuchten so gebaut sein, dass Fremdkörper und Feuchtigkeit nicht eintreten können. Die Schutzarten werden auf der Leuchte ausgewiesen; zur Kennzeichnung der Schutzart wird das IP-Nummern-System ”Ingress Protection“ verwendet.

Die erste Kennziffer hinter dem IP beschreibt den Fremdkörperschutz, die zweite Kennziffer den Wasserschutz (siehe Tabelle). Eine IP20-Leuchte ist z. B. gegen das Eindringen von Fremdkörpern > 12 mm geschützt, jedoch nicht gegen das Eindringen von Feuchtigkeit. Eine Feuchtraumleuchte mit der Schutzart IP 65 ist staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt.

Erste Kennziffer: Schutz gegen Fremdkörper und Berührung

Mögliches Zusatzzeichen

0 Ungeschützt  
1 Geschützt gegen feste Fremdkörper >50mm  
2 Geschützt gegen feste Fremdkörper >12mm  
3 Geschützt gegen feste Fremdkörper >2,5mm  
4 Geschützt gegen feste Fremdkörper >1mm  
5 Geschützt gegen Staub Zeichen: Geschützt gegen Staub
6 Dicht gegen Staub Zeichen: Dicht gegen Staub


Zweite Ziffer: Schutz gegen Wasser

Mögliches Zusatzzeichen

0    
1 Herabtropfendes Wasser (senkrecht fallende Tropfen) darf keine schädliche Wirkung haben. Geschützt gegen feste Fremdkörper 
2 Senkrecht fallende Tropfen dürfen keine schädliche Wirkung haben, wenn das Gehäuse bis zu 15° C aus seiner bestimmungsgemäßen Gebrauchslage geneigt wird.  
3 Sprühendes Wasser darf aus einer Neigung bis zu 60° C gegen die Senkrechte keine schädliche Wirkung haben. Geschützt gegen feste Fremdkörper und sprühendes Wasser 
4 Aus beliebiger Richtung gegen das Gehäuse gespritztes Wasser darf keine schädliche Wirkung haben. Geschützt gegen feste Fremdkörper und Wasser aus allen Richtungen 
5 Aus beliebiger Richtung gegen das Gehäuse mit einer Düse gespritztes Wasser darf keine schädliche Wirkung haben. Geschützt gegen feste Fremdkörper und Wasser 
6 Wasser von schwerer See oder Strahlwasser unter hohem Druck darf nicht in schädlicher Menge in das Gehäuse eindringen.  
7 Eindringen von Wasser in schädlicher Menge darf nicht möglich sein, wenn das Gehäuse in Wasser unter vorgegebenen Bedingungen hinsichtlich Druck und Zeit eingetaucht ist.  Eindringen von Wasser in schädlicher Menge darf nicht möglich sein
8 Das Gerät ist für dauerndes Untertauchen in Wasser geeignet. Die Bedingungen sind vom Hersteller anzugeben.  Zeichen: Eindringen von Wasser in schädlicher Menge geeignet
Hinweis zu LED-Röhren:
LED Röhren können in Halterungen mit Schutzklasse verbaut sein. Sie selbst haben jedoch, wegen der freiliegenden Kontaktpins, keine Schutzklassenzuordnung. In der Praxis wird oft die Schutzklasse angegeben die bei ordnungsgemäßem Verbau mit Feuchtschutzkappen erreicht wird.


Infozeichen zur Entsorgung und Umweltverträglichkeit

Über diese Zeichen wird versucht den Anteil des Elektronikschrott am gesamten Abfall sinnvoll einem Recycling zuzuführen. Dies gelingt jedoch nur beschränkt da z. B. Energiesparbirnen die Quecksilberhaltig sind und damit höchste Gesundheitsgefährdung von ihnen ausgeht vom Verbraucher zu mehr als 80% (Stand 2014) im normalen Hausmüll entsorgt werden.

Auch ist nach den neuesten WEEE Richtlinien eine LED-Röhre gleich einer Leuchtstoffröhre eingestuft. Die Leuchtstoffröhre beinhaltet jedoch entgegen der LED-Röhre hochgiftige Komponenten. Begründet wurde die Zuordnung damit, dass die LED-Röhre besonders wertvolle Rohmaterialien beinhaltet die in möglichst großem Umfang recycelt werden sollen.

Komplett ad absurdum wird das System damit geführt dass die Unternehmen die schon eine alte Klassifizierung haben 2016 gegen Antrag diese beibehalten können. Wir haben natürlich diesen Antrag gestellt.

Zeichen

Bedeutung

Zeichen: Mülltonne Seit 2014 müssen alle Haushaltsleuchten mit der Mülltonne gekennzeichnet werden.
Siehe EAR »

Dieses Produkt darf am Ende seiner Lebensdauer nicht in den normalen Haushaltsabfall entsorgt werden, sondern muss an einem Sammelpunkt für das Recycling von elektrischen und elektronischen Geräten abgegeben werden. Das Symbol auf dem Produkt, der Gebrauchsanleitung oder Verpackung weist darauf hin.

Die Werkstoffe sind gemäß ihrer Kennzeichnung wieder verwertbar. Mit der Wiederverwendung, der stofflichen Verwertung oder anderen Formen der Verwertung von Altgeräten leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutze unserer Umwelt. Bitte erfragen Sie bei der Gemeindeverwaltung die zuständige Entsorgungsstelle.

WEEE ist die Abkürzung für "WasteofElectricaland Electronic Equipment", übersetzt: Elektroschrott. Die WEEE-Richtlinie regelt die Sammlung, Trennung und Behandlung von Elektronikschrott
Zeichen: Mülltonne Batterien gehören nicht in den Hausmüll!
Verbrauchte Batterien sind bei den öffentlichen Sammelstellen in Ihrer Gemeinde oder überall dort, wo Batterien verkauft werden, abzugeben. Diese chemischen Kurzzeichen, in Verbindung mit einer durchgestrichenen Mülltonne, finden Sie auf schadstoffhaltigen Batterien:

Ph = Batterie enthält Blei
Cd = Batterie enthält Cadmium
Hy = Batterie enthält Quecksilber
Zeichen: ROHOS RoHS ist die Abkürzung von "RestrictionofHazardousSubstances", übersetzt: Schadstoffeinschränkung.

Die RoHS-Richtlinie bezieht sich auf die WEEE und verbietet folgende 6 Stoffe in Elektronikprodukten:
Blei (Pb)
Cadmium (Cd)
Quecksilber (Hg)
Chrom-VI (Cr-VI)
PolybromierteBiphenyle (PBB)
PolybromierteBiphenylether (PBBE oder PBDE)

Es gelten Ausnahmen für Leuchtstoffröhren, Bildschirme, in Hochtemperaturlot, für Bleikristall, u. a.

Die EG-Richtlinie 2002/95/EG (RoHS 1) ist durch die am 3. Januar 2013 in Kraft getretene EG-Richtlinie 2011/65/EU (RoHS 2) ersetzt worden. Das bedeutet für die Kennzeichnung ein RoHS- Zeichen soll nicht mehr angebracht werden. Die RoHS-Konformität wird bereits mit dem CE-Zeichen bestätigt.
Zeichen: IEE IEE gibt die Energie Effizienz an (siehe unten).


IEE Regelung seit 1. September 2013

Die EU hat seit dem 1. September 2013 mit der Verordnung 874/2012 die Klassen für elektrische Lampen und Leuchten geändert. Besonders drastisch ist eine Veränderung für Leuchten mit fest eingebauten Lampen, nämlich die Aufhebung der Verpflichtung Verbrauchern Informationen über die Energieeffizienz zur Verfügung zu stellen. Dies hat zur Folge, dass Leuchten mit fest eingebauten LED-Modulen (dies gilt momentan für praktisch alle LED-Leuchten) nun zwar ein Energieverbrauchskennzeichnung haben, welches aber weder über die Energieeffizienzklasse noch etwas über den Leistungsverbrauch aussagt. Es wird lediglich über die oberen (grünen) Effizienzklassen eine geschweifte Klammer gelegt, die auf "LED" zeigt, ob die darin enthaltenen Lampen auch diese Klassen einhalten darf verschwiegen werden.

Basis zur Berechnung der Energieeffizienz von Lampen ist die Lichtausbeute, also der Lichtstrom in Lumen pro verbrauchter Leistung in Watt. Die Zuordnung geschieht dann indirekt wie bei anderen elektrischen Geräten (siehe oben in Zuordnung zu den Klassen), indem man, abhängig vom Lichtstrom, zunächst den fiktiven Referenzwert berechnet:

Formel

Die tatsächliche Leistung der ganzen Lampe (Verbrauch) wird durch diesen Referenzwert geteilt (ins Verhältnis gesetzt). Dieser Quotient der sogenannte Energieeffizienzindex (EEI, Prozent des Energieverbrauchs eines (fiktiven) Referenzgeräts) wird auf zwei Dezimalstellen gerundet und mit obiger Tabelle einer Klasse zugeordnet.

Grundsätzlich besteht in der Bewertung von Lampen und Leuchtmittel das Problem, dass die absolute Lichtausbeute sowohl von der Lampe, die eventuell ein verlustbehaftetes Vorschaltgerät hat, als auch von dem eigentlichen Leuchtmittel (z. B. eine Glühbirne) abhängt. Durch ein bei manchen Leuchtmitteln notwendigem Vorschaltgerät wird der Gesamtwirkungsgrad der Lampe verringert. Um eine Klassifizierung des reinen Leuchtmittels dennoch zu ermöglichen, wird bei der Richtlinie dadurch berücksichtigt, dass man bestimmte Wirkungsgrade der Vorschaltgeräte annimmt und diese bei der Berechnung der Lichtausbeute den Verbrauch (Leistung) mit einem Faktor (abhängig vom Typ des entsprechenden Vorschaltgeräts) für die die tatsächliche Leistung der ganzen Lampe beaufschlagt:

Lampentyp, Lampen, die mit …

Leistungsaufnahme (Pcor) Prated ×

… externen Betriebsgeräten für Halogenlampen betrieben werden. 1,06
… externen Betriebsgeräten für LED-Lampen betrieben werden.
… mit externen Betriebsgeräten für Leuchtstofflampen betrieben werden.
… externen Hochdruckentladungslampensteuergeräten betrieben werden, Leuchtstofflampen mit einem Durchmesser von 16 mm (T5-Lampen) und 4-Stift-Einsockel-Leuchtstofflampen.
1,10
… externen Betriebsgeräten für Natriumdampf-Niederdrucklampen betrieben werden. 1,15
… sonstigen externen Betriebsgeräten für Leuchtstofflampen betrieben werden Formel



Diese Berechnungsmethode hat sich gegenüber der EU-Richtlinie 98/11/EG geändert, um den Einfluss von Vorschaltgeräten mit zu erfassen. Die Klassen A++ und A+ sind neu eingeführt, die Klassen F und G sind entfallen. Außerdem wird das andere Abstrahlverhalten von gerichteter Beleuchtung (Reflektorlampen) damit berücksichtigt. Die neue Kennzeichnung enthält geklammerte Bereiche für Lampen, je nachdem welche Leuchtmittel darin eingesetzt werden können.


Regelung bis 1. September 2013

Glühlampen sowie Leuchtstofflampen mit und ohne integriertem Vorschaltgerät werden in Energieeffizienzklassen eingeteilt. Die Einteilung von Haushaltslampen erfolgte in der EU-Richtlinie 98/11/EG vom 27. Januar 1998 und umfasste auch Lampen, die nicht für die Verwendung im Haushalt vermarktet werden. Ausgeschlossen sind u. a. Lichtquellen mit mehr als 6500 Lumen Lichtstrom (etwa 300 Watt Halogen bzw. 70 Watt bei Leuchtstofflampen) und solche, die nicht an Netzspannung betrieben werden. Zur Ermittlung der Energieeffizienzklasse geht man wie folgt vor (Φ bezeichnet den Lichtstrom der Lampe in Lumen (lm) und P die Leistungsaufnahme der Lampe in Watt (W)):

Lampen werden in die Klasse A eingestuft, wenn:
Formel

Leuchtstofflampen ohne integriertes Vorschaltgerät werden in die Klasse A eingeordnet, wenn gilt:
Formel

Die Einstufung in die Energieeffizienzklassen B–G erfolgt nach dem Anteil (Energieeffizienzindex) an der Referenzleistung
Formel
etwa der Leistungsaufnahme einer Standardglühbirne mit dem gleichen Lichtstrom.

Die Zuordnung von Energieeffizienzindex zu Energieeffizienzklasse ist im vorigen Abschnitt angegeben.

Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen

Die meisten Leuchtstofflampenhalterungen werden über die o.g. Richtlinie einer Energieeffizienzklasse zugeordnet. Seit April 2010 werden europaweit auch die für deren Betrieb notwendigen Vorschaltgeräte nach dem EEI (Energie-Effizienz-Index) klassifiziert. Die Einteilung wird in der EG-Verordnung 245/2009 geregelt. Diese Verordnung dient der Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie 2005/32/EG und beinhaltet einen Zeitplan zur Umsetzung der Ökodesign-Anforderungen an Leuchtstoff- und Hochdruckentladungslampen sowie deren Vorschaltgeräte.

Die Einteilung erfolgt gemäß dem Wirkungsgrad des Vorschaltgerätes:
Formel

In der folgenden Tabelle sind die fünf Klassen für nicht dimmbare Vorschaltgeräte angegeben; für dimmbare Vorschaltgeräte gibt es die zwei Klassen A1 und A1 BAT, die nach dem Wirkungsgrad bei 100 % Lichtleistung zugeteilt werden. Angegeben sind die Wirkungsgrade und Systemleistungen von zwei weit verbreiteten Leuchtstofflampen:

Vergleichsverbräuche bei Vorschaltgeräten und Leuchtmittel Leuchtstoff vs. LED SUPERIS SI4®

EEI

Beschreibung

Beispielsystem 58 W

LED SUPERIS SI4®

    Wirkungsgrad Eingangsleistung Vergleich bei 100% Vergleich bei 100% Nennleistung 27W
A2 BAT Elektronische Vorschaltgeräte mit minimalen Verlusten 93,0% 53,8W 58W 29W
A2 Elektronische Vorschaltgeräte mit reduzierten Verlusten 90,9% 55,0W 60,5W 29,7W
A1 BAT  Dimmbare elektronische Vorschaltgeräte (bei 100%)
A3 Elektronische Vorschaltgeräte 84.7% 59,0W 69,66W 31W
A1 Dimmbare elektronische Vorschaltgeräte (bei 100%)
B1 Magnetische Vorschaltgeräte mit sehr geringen Verlusten 86,1% 67,4W 78,28W 31,36W
B2 Magnetische Vorschaltgeräte mit geringen Verlusten 82,2% 70,6W 85,89W 32,85W


Bereits vor Inkrafttreten der neuen Verordnung im April 2010 wurden durch die CELMA Energieeffizienzklassen vorgeschlagen, die die Anwendung der inzwischen abgelösten Richtlinie 2000/55/EG ermöglichten. Damals war die Kennzeichnung mit dem Energieeffizienzindex noch freiwillig. Die CELMA-EEI unterscheiden sich teilweise wertmäßig von den aktuellen und enthalten noch die Klassen C und D für magnetische Vorschaltgeräte, die jedoch gemäß der EU-Richtlinie 2000/55/EG nicht mehr in Verkehr gebracht werden dürfen.

Verwirrend an der neuen EU-Verordnung für die Vorschaltgeräte ist die Verwendung von Bezeichnungen aus der 2010 ausgelaufenen EU-Richtlinie 2000/55/EG, obwohl nicht dasselbe gemeint ist. Die Richtlinie 2000/55/EG gab Grenzen für die Systemleistung (Leistungsaufnahme Lampe mit Vorschaltgerät) vor und teilte dadurch die Vorschaltgeräte in Energie-Effizienzklassen, EEI-Klassen ein. Der heute noch aktuelle Stand der Technik wurde in den Klassen A1, A2, A3 für EVG und B1, B2 für VVG-Vorschaltgeräte festgelegt.

Die neue Richtlinie 2005/32/EG führt in Tabelle 17 der Verordnung seit April 2010 in der ersten, ab 2012 und 2017 in zwei weiteren Stufen ebenfalls diese Bezeichnungen, meint aber die Wirkungsgrade der Vorschaltgeräte ohne Lampe, nicht eine vorgegebene Technik, wie VVG oder EVG.


IK Klassen

Der IK-Stoßfestigkeitsgrad bzw. die IK-Schutzart ist ein Maß für die Widerstandsfähigkeit von Gehäusen elektrischer Betriebsmittel gegen mechanische Beanspruchung, insbesondere Stoßbeanspruchung.

Der IK-Code ist international genormt nach IEC 62262 (entspricht EN 62262, früher EN 50102).

Es gibt zehn Schutzarten, entsprechend der Schlagenergie, der das Gehäuse mindestens standhalten kann.

Schutzart

Schlagenergie (Joule)

IK00 keine Stoßfestigkeit
IK01 bis zu 0,15
IK02 bis zu 0,20
IK03 bis zu 0,35
IK04 bis zu 0,50
IK05 bis zu 0,70
IK06 bis zu 1,0
IK07 bis zu 2,0
IK08 bis zu 5,0
IK09 bis zu 10,0
IK10 bis zu 20,0




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